Zum Inhalt
Zurück zur Artikel ÜbersichtMobilität
Mann wechselte den Mantel eines Fahrradreifens

So gelingt der Fahrrad-Frühjahrscheck

Besonders nach einer langen Standzeit im Winter solltest du deinem Fahrrad etwas Aufmerksamkeit schenken. Um das Fahrrad wieder fit zu machen, braucht es meist zwischen 30 und 60 Minuten Zeit und etwas handwerkliches Geschick. Falls du dir diesen Check nicht selbst zutraust oder kaum Erfahrung damit hast, ist ein Service durch eine der vielen Fahrradwerkstätten die gute Idee. Mit dem Fahrrad im Frühjahr auf Tour zu gehen, ohne dieses vorher auf Funktionalität, Verkehrstauglichkeit und Sicherheit hin zu prüfen, kann schnell gefährlich werden. Wir haben für dich einige praktische und leicht umsetzbare Tipps gesammelt, damit du sicher und komfortabel per Rad unterwegs bist.

1. Werde den Dreck los

Den ersten Schritt des Frühjahrschecks stellt immer die Reinigung deines Fahrrads dar. Und nein, das hat nicht nur optische Gründe 😉. Das Waschen und Putzen als erste Maßnahme ist vernünftig, weil du an einem sauberen Rad besser erkennen kannst, ob etwas defekt ist und eine Reparatur notwendig ist.

Falls du dein Rad vor dem Einwintern also noch nicht ordentlich geputzt hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Dazu kannst du zuerst den groben Dreck mit einer Bürste entfernen. Bei Stellen, die schwerer zugänglich sind, kannst du auch zu einer alten Zahnbürste greifen. Im nächsten Schritt kannst du mit lauwarmem Wasser oder Seifenlauge und einem Schwamm das Fahrrad gründlich säubern. Setze also auf Schwamm und Seifenlauge statt auf den Hochdruckreiniger! Denn mit einem solchen spülst du den Schmutz leider erst recht in die Gelenke und Lager. Wichtige Schmierstoffe können außerdem herausgewaschen werden.

Bei hartnäckigem Schmutz kannst du auch auf spezielle Mittel zur Fahrradpflege zurückgreifen. Zum Schluss kannst du dein Rad ganz einfach mit einem weichen, saugfähigen Tuch trocknen. Nachdem du dein Bike gereinigt hast, solltest du sämtliche Dichtungen und bewegliche Teile prüfen und diese wenn notwendig mit einem Fahrradöl einfetten.

2. Checke Reifen und Felgen

Auch die Reifen sollten unbedingt geprüft werden, weil ihr Material durch längere Stehzeiten porös werden und Risse aufweisen kann. Ist das der Fall oder das Profil deiner Reifen zu sehr abgefahren, muss der Mantel getauscht werden. Der Mantel ist noch gut in Schuss, aber dein Reifen platt? Dann kannst du den innen liegenden Schlauch mit Hilfe von Flickzeug und etwas Handgeschick selbst reparieren oder austauschen. Um die Felgen zu überprüfen, kannst du dein Fahrrad kopfüber auf Lenker und Sattel stellen und dann die Räder drehen. Achte dabei darauf, dass sie sich leicht durchdrehen lassen und nicht an Bremsen oder Schutzblechen scheuern. Sollten Schutzbleche oder Halterungen verbogen sein, kannst du diese in den meisten Fällen vorsichtig per Hand zurechtbiegen.

Warum du gerade jetzt auf das Rad steigen solltest?

Radfahren schützt unsere Umwelt und schont deine Geldbörse! Mit dem Fahrrad bist du völlig unabhängig von stark steigenden Benzin- und DieselpreisenAußerdem ist das Rad besonders in Pandemiezeiten das optimale Verkehrsmittel: Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und das Abstandhalten fällt besonders leicht. Eine Radtour macht zudem den Kopf frei und bietet eine willkommene Abwechslung zu Home-Office, Videokonferenzen und dem Alltag in den eigenen vier Wänden.

3. Prüfe Bremsen und wechsle Beläge

Nicht nur Reifen und Felgen können unter der Standzeit über die Wintermonate gelitten haben, auch deine Bremsen sollten unbedingt einem Check unterzogen werden. Dazu zählt neben dem Testen des Bremszugs auch das Prüfen der Bremsbeläge. Wirf dazu einen Blick auf die Markierungen, die den Verschleiß anzeigen. Beträgt die Dicke der Bremsbeläge weniger als 1mm oder sind schon kratzende Geräusche zu hören, solltest du diese unbedingt entweder selbst austauschen oder bei deiner Fachwerkstatt durchführen lassen.

4. Kontrolliere Licht und Reflektoren

Auch der Check deiner Reflektoren und der Lichtanlage deines Fahrrads gehören unbedingt dazu. In vielen Fällen ist mit einer defekten Glühbirne die Fehlerquelle schnell gefunden und auch leicht behoben. Ist die Birne hingegen in Ordnung, kann der Fehler am unterbrochenen Stromfluss liegen. Hier kannst du die Steckkontakte am Dynamo oder den Lampen kontrollieren. Bei einer wiederaufladbaren oder batteriebetriebenen Fahrradbeleuchtung sollte die Akku- bzw. Batteriefunktion kontrolliert werden. Wenn während des Winters die Lichter nicht abmontiert wurden, kann der Akku ganz entladen sein.

Damit du auch von anderen Verkehrsteilnehmer:innen gut wahrgenommen wirst, sind Reflektoren ein Must-have. Von der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben sind hierbei: ein weißer Reflektor vorne, ein roter Reflektor hinten (diese beiden können auch in die Lichtanlage integriert sein), gelbe Reflektoren an den Pedalen und je zwei Stück an den Speichen. Nähere Infos rund um die richtige Ausstattung deines Rades findest du hier: STvO konforme Radausrüstung

Zwei Erwachsene und ein Kind fahren mit dem RadSchon gewusst? Ab 20. März kannst du im Rahmen der Initiative  „Österreich radelt“ fleißig Radkilometer sammeln. Unter dem Motto „Jeder Kilometer zählt“ treten wir wieder gemeinsam in die Pedale, mit vielen virtuellen Trophäen und reale Preisen – vom #anradeln über das Radel-Lotto bis zum #zielsprint! Neugierig geworden? Sei dabei, wenn ganz Österreich radelt

Trotz sorgfältiger Pflege solltest du deinem Fahrrad regelmäßig ein umfassendes Service in einer Fachwerkstätte gönnen. So werden Schäden frühzeitig erkannt und behoben, dein Rad bleibt lange funktionstüchtig und du bist garantiert sicher und komfortabel unterwegs.

Unterwegs mit „Klimazwergen“?

Kindersitz, Tandem oder Fahrradanhänger? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit Kindern nachhaltig und aktiv mobil zu sein. Egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln – Alltagswege sind eine ideale Bewegungs- und Erlebnisquelle für Kinder. In unserer neuen Broschüre Unterwegs mit Klimazwergen findest du jede Menge Anregungen und Infos, wie du mit Kindern klimafreundlich von A nach B gelangst.