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Mountainbike lehnt draußen an einem Baum, klimaaktiv mobil unterwegs

Wie das Fahrrad die Welt revolutionierte

Vor rund 200 Jahren wurde das Fahrrad erfunden und die Welt damit ein gehöriges Stückchen besser. Am 03. Juni, dem Tag des Fahrrads, zelebrieren wir die bahnbrechende Errungenschaft und werfen einen Blick auf die vielen Gründe, die Welt – oder zumindest Österreich – auch heute noch mit dem Fahrrad zu erkunden.

Kaum eine Technologie revolutionierte die Welt so sehr wie die Erfindung des Fahrrads im späten 19. Jahrhundert. Mit einem Schlag genossen viele Gesellschaftsschichten die Vorzüge von Freiheit und Mobilität. Vor allem Frauen konnten sich mit dem Fahrrad erstmals frei, kostengünstig und schnell bewegen und tauschten dafür ihre schweren Röcke gegen praktische Hosen ein. Auch Menschen aus der Arbeiterschicht sprangen auf den Fahrrad-Boom auf und waren nun unabhängig von teuren Pferden. Mit dem Fahrrad wurde die große, weite Welt plötzlich greifbar. Immer mehr Menschen machten sich auf Reisen und erkundeten neue Gegenden.

Schon gewusst? 1886 umradelte Thomas Stevens als erster Mensch die Erde. Mit seinem Hochrad – dem Vorgängermodell des heutigen Fahrrads – brauchte er rund 2,5 Jahre. Mit einem ultraleichten Faltrad wäre das wohl schneller gegangen und auf den Schiffen hätte er damit auch für weniger Aufsehen gesorgt.

Die schönsten Rad-Touren in Österreich

Frau fährt mit dem Mountainbike, klimaaktiv mobil

Fahrrad, Öffis, Motorrad, Auto oder Flugzeug: Heute haben wir das Glück, zwischen vielen Verkehrsmitteln wählen zu können. Dennoch gibt es zahlreiche Gründe, neue Orte mit dem Fahrrad zu erkunden. Radfahren schafft einen gesunden Ausgleich zum oftmals sesshaften Alltag, auf dem Fahrradsattel erfährt man die Umgebung mit ganz anderen Augen, entdeckt so viel mehr und bekommt ein besseres Gespür für die Gegenden. Zudem macht es einfach Spaß – vor allem in der Gruppe – mit dem Rad eine neue Stadt oder Region zu erkunden. Noch dazu zählt das Radfahren zu den kostengünstigsten und klimafreundlichsten Arten zu reisen.

Du möchtest direkt losradeln und suchst noch nach Ideen für deinen nächsten Radausflug? Hier gibt‘s eine Auswahl der schönsten Rad-Routen des Landes:

Ybbstal-Radweg

Der Ybbstal-Radweg ist noch nicht ganz so bekannt und führt einmal durch das Mostviertel, von Ybbs an der Donau am herrlich türkisgrünen Fluss entlang bis zum Lunzer See. Das letzte Stück des Radwegs – 55 flache Kilometer von Waidhofen an der Ybbs bis nach Lunz – ist die schönste Etappe und lässt sich gut an einem Tag bewältigen. Für alle Fans von kaltem Wasser gibt es entlang der Strecke zahlreiche Bademöglichkeiten und am Ende natürlich den belohnenden Sprung in den Bergsee. Nach einer Jause in Lunz am See geht es mit dem Radtramper-Bus oder Rad-Taxi wieder zurück nach Waidhofen.

Donau-Radweg

An der schönen blau(braun)en Donau entlang geht es am insgesamt rund 380 Kilometer langen Donau-Radweg von Passau bis Bratislava. Immer leicht bergab führt der Radweg vorbei an zahlreichen spannenden Orten und Sehenswürdigkeiten: Von der Schlögener Schlinge über die älteste Stadt Österreichs (Enns), bis zu den Stiften Engelszell und Melk. Auch hier kann nur ein Abschnitt als Tagestour geplant werden, zum Beispiel Wien – Braislava (68 Kilometer), Linz – Grein (60 Kilometer) oder Melk – Krems (39 Kilometer).

Der Alpe-Adria-Radweg

Die besonders sportlichen (oder diejenigen mit leistungsstarken E-Bikes) sollten sich den Klassiker unter Österreichs Radwegen, den Alpe-Adria-Radweg, nicht entgehen lassen. Auf rund 415 Kilometern und 5.410 Höhenmetern führt er von Salzburg über Kärnten ins italienische Grado. Dabei geht es durch einige der schönsten Plätze des Landes, darunter das Gasteinertal und der eindrucksvolle Nationalpark Hohe Tauern. Auch ein Abstecher an den Millstättersee zahlt sich aus. In rund einer Woche ist die Tour machbar, aber auch hier sind einzelne Etappen möglich, beispielsweise Bad Gastein – Spittal an der Drau (59 Kilometer).

Neusiedlersee-Radweg

Wer beim Bergauffahren schnell zu Fluchen beginnt, sollte wohl besser im Burgenland radeln. Zum Glück gibt es hier wunderbare Routen, wie den Neusiedlersee-Radweg: Auf dem 125 Kilometer weiten Rundweg geht es hier vorbei an Weingärten, Schilflandschaften und Storchennestern. Einkehren kann man in einem der zahlreichen Heurigen am Weg, die Rastplätze und Seebäder laden zudem zu einer kurzen Abkühlung im See ein.

Österreich radelt LogoDu brauchst noch einen weiteren Ansporn, um dich diesen Sommer auf den Radsattel zu schwingen? Bis 30. September kannst du mit deinen geradelten Kilometern täglich tolle Preise gewinnen – ob beim Radel-Lotto oder dem #zielsprint. Im Rahmen der Initiative „Österreich radelt“ treten wir wieder gemeinsam in die Pedale. Neugierig geworden? Sei dabei, wenn ganz Österreich radelt!

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